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10 jähriges Jubiläum der Männer-Wohn-Hilfe e.V.

Im März 2000 wurde der Verein von sieben engagierten Männern mit dem Ziel gegründet, anderen Männern die Möglichkeit zu geben, auch in Beziehungskrisen einen Platz haben zu können, von dem aus sie ihr Leben überdenken und gestalten können.

Zu diesem Zeitpunkt gab es keinerlei Erfahrungen, ob ein solches Männerprojekt überhaupt angenommen wird. In zweijähriger Planungsphase entstand das innovative Konzept der Mitmännlichkeit, dass den besonderen Ansprüchen von Männern entspricht. Die Wohnung wurde ab 2002 zunächst von der BauBeCon gefördert, seit 2007 unterstützt die GSG das Projekt.

Der erste Bewohner war ein Rentner, der von seiner Frau ausgesperrt worden und dem sein gesamtes Vermögen von ihr abgebucht worden war. Er hatte von der Polizei den Tipp mit dem neuen Angebot bekommen. Seit dem wurde die gute Vernetzung mit Beratungsstellen, Männerinitiativen, Arbeitskreisen und anderen Institutionen fortgesetzt. Zuletzt beteiligte sich der Verein Männer-Wohn-Hilfe e.V. an den Aktionen des Präventionsrats im November.

Geblieben sind die ständigen neuen Einblicke in die verschiedensten Notlagen von mehr als vierzig Männern. War es 2000 noch ein Wagnis so ist heute bewiesen, dass Männer sich verantwortlich verhalten, wenn es ein geeignetes Angebot gibt. Seit der Eröffnung der Wohnung wurde das Angebot ständig nachgefragt. Herausgestellt hat sich, dass die Wohnung fast ausschließlich von Vätern genutzt wurde. Der typische Bewohner ist um die 40 Jahre alt und hat in der Regel Abitur, Hochschulabschluss und eine Arbeitsstelle.

Der Aufenthalt ist auf drei Monate begrenzt, in denen die Männer allein oder zusammen mit ihren Partnerinnen die Chancen einer Fortsetzung und die Möglichkeiten von Unterstützung klären. Für diese Aufgabe und für die Wohnungssuche, , wenn eine Rückkehr nicht möglich ist, , ist der Zeitraum knapp kalkuliert. Eindeutig konnte auch der Trend beobachtet werden, dass zu mehr als 90% Männer, die ein Einkommen haben zurückgenommen wurden.

Ebenfalls kann eindeutig festgestellt werden, dass selbst Männer, die große und schwierige Lebensprobleme hatten, mit diesem besonderen Angebot für sie, sorgsam umgegangen sind. Sämtliche Befürchtungen, die aus einem oft negativen Bild über Männer entsprungen waren, haben sich als haltlos erwiesen. Es gab zu keinem Zeitpunkt in oder im Umfeld der Wohnung Probleme mit den Bewohnern.

Außer in Berlin-Brandenburg, Kopenhagen und in dem schweizerischen Kanton Aargau gibt es in Europa keine Unterstützung in dieser Form für Männer. Die ausschließlich ehrenamtliche Arbeit der Männer-Wohn-Hilfe e.V. verfolgt das innovative Unterstützungskonzept der Mitmännlichkeit, das speziell auf die besonderen Anforderungen von Männern abgestimmt ist und den Erfolg erst möglich gemacht hat.

Dabei hat sich die Arbeit für die Aktiven auch als eine interessante Begegnung mit anderen Männern und deren besonderen Erfahrungen als Mann im 21. Jahrhundert erwiesen. Aufgrund der hohen Akzeptanz und des bewiesenen Engagements der Männer für sich und ihre Familien ist es deutlich, dass eine psycho-soziale Beratungsstelle Männer beim Finden und Beschreiten ihres Weges unterstützen kann und notwendig ist. Die Männer-Wohn-Hilfe wird auch für die Oldenburger Männer auf die Frage „Männer wohin?“ eine menschliche, männliche Antwort geben.


Hier einige neuere Auswertung aus der Arbeit der Männerwohnhilfe:

Profil der Nutzer bis 2009

Aufenthaltsdauer nach Bildungsabschluss und Erwebstätigkeit

Anzahl der Kinder nach Altersgruppen 2002 - 2009

und nach der Männerwohnhilfe ?



Vom Fischer und seiner Frau

Am 27.11.2008 um 20 Uhr findet im Theater Laboratorium in Oldenburg eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Männerwohnhilfe statt.

Lieber Pavel, was fällt mir dazu nur ein:

Warum ein Ja genauso wichtig wie ein Nein sein kann.

Wir freuen uns sehr auf diesen Abend und hoffen, dass viele Besucher kommen werden.

weitere Infos und Karten unter www.theater-laboratorium.de




Am 19.11.2008 werden Wolfgang Rosenthal und Rolf Weinert im Nürnberger Männerforum über die Oldenburger Männerhilfe berichten und für Fragen zur Verfügung stehen:

Braucht Nürnberg ein Männerhaus?

Dezember 2006 – Die Polizei fordert im Sicherheitsbeirat der Stadt Bamberg die Schaffung eines Männerhauses, um Männern, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, aber auch Männern, die nach dem Gewaltschutzgesetz der Wohnung verwiesen werden, unterbringen zu können.

März 2000 – Engagierte Männer gründen in Oldenburg den Verein Männer(Wohn)Hilfe und betreiben seit 2002 ehrenamtlich eine Zufluchtswohnung für 1 – 2 Männer, die aus eskalierten Partnerschaftskonflikten aussteigen und sich in räumlicher Distanz zur Partnerin neu orientieren und organisieren wollen.

Rolf Weinert und Wolfgang Rosenthal werden aus der Arbeit der Männer(Wohn)Hilfe berichten – übrigens das erste Projekt seiner Art in Deutschland – und darstellen, warum „eine vorübergehende Bleibe in einem Hotel/Pension bzw. bei einem Bekannten“ (so das Fazit der Stadt Bamberg) für Männer in persönlichen Krisensituationen oft nicht die Lösung ist.

Und vielleicht ergeben sich an diesem Abend erste Einschätzungen der Situation in Nürnberg.

Hier die Seite des Männerforums in Nürnberg.

Zum vierjährigen Bestehen unserer Wohnung gibt es eine erste und sehr interessante Betrachtung der Nutzung an Hand der Personen, die das Hilfsangebot der Wohnung in den vier Jahren angenommen haben:

Vier Jahre Männerwohnhilfe e.V.



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