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Häusliche Gewalt in Trennungssituationen
Dass es Handgreiflichkeiten zwischen Männern und Frauen gibt, ist von der Forschung belegt. Auch die Unterschiede zwischen ihnen sind erforscht. Fest steht, dass Männer wie Frauen sich gegenseitig nichts schenken und ebenbürtig beim Austeilen sind.
Gewalttätigkeit im familiären Bereich hängt nicht vom Geschlecht ab, sondern ist ein menschliches Problem. Hier kommen allgemeine Opfer- und Täterstrukturen zum Tragen.
Dass Männer Opfer von Gewalt, auch häuslicher Gewalt, werden belegen auch neueste hochoffizielle Studien.
Aber warum wird nicht darüber gesprochen?
Wie gehen die Männer mit ihren Gewalterfahrungen um?
Wie reagiert die Öffentlichkeit darauf?
Warum ist es ein Tabuthema?
Müssen wir die Etiketten von Gut und Böse und das gängige Schema von „weiblichen Opfern und männlichen Tätern“ infrage stellen?
Gerade über die kulturellen und partnerschaftlichen Dynamiken, die seelische und körperliche Handgreiflichkeiten auslösen, wissen wir sehr wenig.
Professor Gerhard Amendt hat 3600 Männer zu ihren Gewalterfahrungen im häuslichen Bereich befragt und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.
Der Oldenburger Männerwohnhilfe ist es gelungen Professor Amendt für eine öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zu diesem aktuellen und brisanten Thema zu gewinnen und lädt dazu am Dienstag, den 16.11.04 in den neuen Saal der „Offenen Tür“ der evangelischen Kirchengemeinde Eversten in der Bloherfelder Straße 170, ein.

Gerhard Amendt ist Professor für Soziologie und Direktor des Instituts
für Geschlechter- und Generationenforschung
an der Universität Bremen.
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